Gottesdienste in unserer Gemeinde ab 12.04.26

Nach Ostern gilt ein neuer Gottesdienstrhythmus. Der Kirchenvorstand hat sich dazu lange Gedanken gemacht. Wer in letzter Zeit mal wieder im Gottesdienst war, den wird es nicht überraschen, dass die Anzahl unserer Gottesdienste nicht mehr werden, sondern mit dem neuen Rhythmus weniger. Der Gottesdienstbesuch in unserer Gemeinde ist schlecht. Zwischen 5 und 15 Besucher*innen kommen an einem normalen Sonntag. Das sind 0,7% unserer Gemeinde. Manchmal kommen etwas mehr, es gab aber auch schon Sonntage, an denen einfach niemand gekommen ist.

 

Kirchenvorstand beschließt neuen Gottesdienst-Rhythmus

Ab dem 12.04. gilt nun folgender Rhythmus. (Aus dem Beschluss des KV)

  1. Sonntag im Monat: 10 Uhr, Gnadenkirche Adelsried mit Abendmahl
  2. Sonntag im Monat: 10 Uhr, Gnadenkirche Adelsried
  3. Sonntag im Monat: 10 Uhr im Wechsel an einem der Nebenorte und abends in der Gnadenkirche Adelsried
  4. Sonntag im Monat: 10 Uhr, Gnadenkirche Adelsried
  5. Sonntag im Monat: 10 Uhr, Gnadenkirche Adelsried

Hauptstandort Gnadenkirche

Die Grundregel ist also folgende: Es findet jeden Sonntag um 10 Uhr ein Gottesdienst statt. Es findet jeden Sonntag ein Gottesdienst in Adelsried statt. Der Sonntagsgottesdienst an einem der Nebenorte ist die Ausnahme. Wir wollen beim Thema Gottesdienst zentraler arbeiten und die Gnadenkirche in Adelsried als unseren Hauptstandort etablieren. Die Gnadenkirche soll der Ort werden, an dem sich die Gemeinde sonntags zum Gottesdienst trifft. An besonderen Feiertagen, zu ökumenischen Gottesdiensten etc. feiern wir aber auch weiterhin in Welden, Dinkelscherben und Zusmarshausen Gottesdienst.

10 Uhr wird die neue Gottesdienst-Zeit. Wer ausschlafen will, muss nicht zu früh raus, aber hintenraus wird es fürs Mittagessen nicht zu eng.

Besondere Gottesdienste

Wir wollen Gottesdienste feiern, die die Menschen in unserer Gemeinde ansprechen und berühren. Es soll (weiterhin) Gottesdienste mit besonderer Musik, Familiengottesdienste, Gottesdienste mit Angebot zur Segnung und Abendmahls-Gottesdienste, Gottesdienste mit Beteiligung von Konfis/Jugendlichen/Gemeindegliedern geben. Im Sommer finden im Rahmen von „Gottesdienst on Tour“ 3-4 Gottesdienste im Freien und an besonderen Orten auf unserem Gemeindegebiet statt. So wie 2025 im Planetarium Streitheim, im garten eines Seniorenheims oder ökumenisch in der Autobahnkirche mit Reisesegen. Mehrmals im Jahr sollen weiterhin ökumenische Gottesdienste in den katholischen Kirchen oder einer unserer Kirchen oder der Autobahnkirche Adelsried stattfinden. Am 1. Sonntag im Monat soll außerdem ein Kindergottesdienst etabliert werden. Da wollen wir in nächster Zeit ein Team aufbauen (Vielleicht fühlen Sie sich da ja auch angesprochen?)

An Weihnachten (mit Advent), Ostern (mit Karwoche) und Pfingsten werden zusätzlich auch Gottesdienste an den Nebenorten stattfinden.

Mehr als nur am Sonntag

Zum gottesdienstlichen Angebot unsere Kirchengemeinde gehören übrigens nicht nur die Sonntagsgottesdienste. Neben dem Hauptgottesdienst am Sonntag ist unser Angebot noch breiter aufgestellt: Einmal im Monat (2. Dienstag) findet ein ökumenisches Nachtgebet (Dinkelscherben) statt, in der advents- und Passionszeit Taizé-Andachten in Welden. Außerdem feiern wir jeweils einmal im Monat Gottesdienst in Altenmünster (Seniorenheim Zusamaue), sowie in den Seniorenheimen in Welden und Zusmarshausen. Diese Gottesdienste sind nicht nur für die Bewohnerinnen und Bewohnern der Heime, sondern für die ganze Gemeinde. Meist in einfacheren Worten gehalten, mit bekannten Kirchenlied Klassikern und einer knappen Predigt.

Testphase läuft

Nach einer Testphase von 12 Monaten wird der Kirchenvorstand den neuen Rhythmus reflektieren. Währenddessen bleiben die Verantwortlichen und der Kirchenvorstand im Gespräch mit den Gemeindemitgliedern und holen regelmäßig deren Feedback ein (z.B. im Rahmen der Gemeindeversammlung). Wir wollen den Prozess, die Testphase, also gut begleiten, aber eben, in dem wir es schon gemeinsam ausprobieren und durchführen. Manche Befürchtungen lösen sich vielleicht dann in Luft aus, anderes braucht vielleicht nur etwas Zeit und vielleicht gibt es dagegen andere Schwierigkeiten, mit denen vorher gar niemand gerechnet hätte.

Fahrgemeinschaften zum Gottesdienst

Zu unserer Kirchengemeinde gehören knapp 50 Ortschaften. Die wenigsten von Ihnen wohnen also direkt neben ihrer Kirche. In den Gottesdienst zu kommen ist für manche nicht (mehr) so einfach. Wenn sich nun der Gottesdienst immer mehr auf Adelsried konzentrieren wird, dann betrifft dies natürlich immer mehr Menschen.

Die Kirchengemeinde möchte da bei der Bildung von Fahrgemeinschaften behilflich sein. Jede und jeder, der will, soll die Möglichkeit haben, in den Gottesdienst kommen zu können.

 

 

Wir brauchen Ihre Unterstützung

Liebe Gemeinde!

Hinter einem Gottesdienst steckt viel Arbeit und noch viel mehr, wenn man diese Arbeit mit Engagement und Liebe macht, so wie unsere Leute vor Ort. An unseren Gottesdiensten sind Liturg*innen, Organistinnen und Mesner*innen beteiligt, die ihren Dienst teils haupt- neben oder ehrenamtlich machen. Ohne sie wäre das alles gar nicht möglich. Und auch ohne Sie, die Sie den Gottesdienst besuchen, ist das alles nicht möglich. Wir brauchen Sie und Ihre Unterstützung. Unsere Gemeinde ist im Wandel. Wir sind nicht mehr so viele, wie noch vor 20 Jahren. Das sieht man an den Gottesdienst-Besuchszahlen, an den finanziellen Mitten und an der Zahl derjenigen, die bereit sind sich für ihre Kirchengemeinde zu engagieren.

Unser Kirchenvorstand hat erkannt, dass es so nicht weitergehen kann. Die Gottesdienste werden reduziert, die Konzentration liegt (sonntags) auf dem Hauptstandort Adelsried. Alle Beteiligten haben Lust mit der Gemeinde Gottesdienste zu feiern, ganz klassisch und normal am Sonntagvormittag in der Kirche aber auch in an besonderen Orten, mit besonderer Musik, mal ganz anders als erwartet usw.

Bitte unterstützen Sie diese Arbeit und dieses Engagement und die Arbeit und Mühe des Kirchenvorstands, in dem wir nicht schimpfen, sondern gemeinsam das beste draus machen. Vielleicht gelingt es ja, das wir uns immer mehr als eine Gemeinde sehen, miteinander Gottesdienst feiern und nicht nur darauf schauen, wann bei „den anderen“ Gottesdienst stattfindet und es „bei uns“ wieder ausfällt. Diese starre Sicht können wir uns nicht mehr leisten. Wir sind eine Gemeinde (schon immer) von Emersacker bis Ustersbach. Wenn wir als Evangelische hier überleben wollen, dann müssen wir zusammenstehen und zusammenarbeiten. Und da hoffen wir auf Ihre und bitten um Ihre Unterstützung.

Ganz konkret suchen wir Menschen, die begeistert Kindergottesdienst mit unseren Kleinsten feiern möchten oder Leute, die sich bei den Fahrgemeinschaften zum Gottesdienst beteiligen wollen. Vielleicht haben Sie ja auch eine Idee für einen besonderen Gottesdienst-Ort oder können ein Instrument und würden gerne mal im Gottesdienst spielen. Oder Sie können sich vorstellen etwas anderes zum Gottesdienst beizutragen (z.B. die Lesung zu lesen, eine Fürbitte zu sprechen) Sie sind jederzeit mit Ihren Ideen willkommen. Melden Sie sich einfach bei mir!

Zusammen schaffen wir das. Ich auf jeden Fall habe Lust, in dieser Gemeinde mitzugestalten, Gottesdienste zu feiern und das Meine einzubringen.

Ihr Felix Henkelmann, Religionspädagoge und Vorsitzender des Kirchenvorstands