Posaunen-Chor

„Gemeinsam musizieren, Gottesdienste und kirchengemeindliche Veranstaltungen gestalten und begleiten, die Kirchengemeinde nach außen repräsentieren….“, das sind unsere Hauptziele und Motivationen. Seit der Osternacht 1987 sehen wir uns als festen kirchenmusikalischen Bestandteil unserer Kirchengemeinde. Nicht nur in Gottesdiensten, Andachten und bei Gemeindefesten in unseren Kirchen, im Freien und in den Seniorenheimen lassen wir unser Repertoire erklingen, auch kleine Hofkonzerte im Behindertenheim Glött und Ständchen auf Weihnachtsmärkten geben uns Gelegenheiten, uns und unsere Kirchengemeinde zu repräsentieren.

Der Posaunen-Chor auf dem Zusser Christkindlsmarkt 2023 (Foto: Philipp Rothkegel)

Über die Teilnahme an Veranstaltungen des Bezirksposaunenchors Augsburg, des Verbands Evangelischer Posaunenchöre in Bayern und des Evangelischen Posaunendienstes in Deutschland haben wir immer wieder Gelegenheiten, uns fortzubilden und bayern- und deutschlandweit zu wirken.

Mit Tuba, Bariton, Euphonium, Tenorhorn, Posaunen, Trompeten und sogar einer Querflöte bewegen wir uns durch Musikliteratur aus fünf Jahrhunderten, insbesondere aber durch die ganze Breite der Stilrichtungen aktueller Kompositionen für Blechbläserchöre: Alles wird ausprobiert – und was uns gefällt, üben wir und führen es bei passender Gelegenheit auf.

Seit einigen Jahren ist unser Mitgliederstand konstant bei zwölf Musikerinnen und Musikern. Gerne freuen wir uns aber über Interessenten und Verstärkung – Instrumente und Noten sind vorhanden.

Proben: Dienstags von 19:30 bis 21:00 Uhr im Gemeinderaum an der Auferstehungskirche Zusmarshausen

Posaunenchorleiter und Ansprechpartner: Wolfram Rothkegel, Tel. 09075/955828, wolfram.rothkegel[at]gmx.de

Was macht eigentlich der Posaunenchor?

„Wir machen Musik“, antwortet Chorleiter Wolfram Rothkegel lachend auf diese Frage und erklärt anschließend, dass der Posaunenchor der Gemeinde sogar etwas besonderes ist: er beinhaltet eine Querflöte! Klassischerweise umfasst ein Posaunenchor nur Blechblasinstrumente und ist ein typisch evangelisches Phänomen, bayernweit gibt es nur zwei katholische Posaunenchöre. Im Posaunenchor in Zusmarshausen spielt darüber hinaus eine Tuba, ein Euphonium, ein Tenorhorn und mehrere Trompeten und Posaunen.

Unser Posaunenchor trifft sich nun seit der Gründung im Jahre 1987 einmal wöchentlich zur Probe, die sogar in den Ferien nie ausgelassen wird – Ausnahmen gibt es nur, wenn mal nicht mindestens vier Stimmen zusammenkommen und dadurch der volle Klang nicht entstehen würde. Ganz spontan wurde der Posaunenchor vor nun fast vierzig Jahren auf die Idee des damaligen Vikars Gerhard Schleier hin gegründet, bald darauf folgte der erste Auftritt in der Osternacht. Als Gründungsmitglied des Posaunenchors ist Wolfram Rothkegel bereits seit Beginn dabei, seine Stellvertreterin Ute Meier kam 15 Jahre später dazu. Die beiden kümmern sich jetzt um die Organisation und Leitung der Proben und Auftritte. Circa fünfzehn- bis zwanzigmal im Jahr spielt der Posaunenchor bei öffentlichen Anlässen, die meisten davon sind Gottesdienste, viele davon mit guter Besucher*innenzahl wie etwa das im Sommer stattfindende Tauffest. Darüber hinaus trifft man den Posaunenchor aber auch bei Christkindlmärkten oder anderen außerkirchlichen Anlässen an – der Chor freut sich immer über Zuhörer*innen.

In der aktuellen Konstellation spielt der Chor im Kern seit über zwanzig Jahren, es gibt aber immer mal wieder Mitgliederzu- und abgänge. Zwei der aktuellen Posaunenchormitglieder wurden sogar vom Leiter Wolfram Rothkegel selbst ausgebildet und sind dann direkt im Chor geblieben. Vor Kurzem durften sie noch ein neu zugezogenes Mitglied begrüßen, was eine echte Besonderheit darstellt. Doch wenn mal jemand neu zum Posaunenchor dazustößt, dann bleibt man auch dabei. Einstimmig bestätigen die Mitglieder nämlich, dass sie besonders die Gemeinschaft und die daraus entstehenden Freundschaften schätzen, und natürlich verbindet sie auch die Liebe zur Musik. „Das ist ein ganz einzigartiger Klang“ im Posaunenchor, das erlebt man in einem klassischen Orchester oder auch der Musikkapelle nicht. Auch ein unvergleichliches Ereignis sind die sogenannten Posaunentage, in denen sich tausende Musiker*innen in Nürnberg, Hamburg, Ulm oder anderen Städten treffen und gemeinsam spielen – „Gänsehaut einfach“.

Den Mitgliedern ist es darüber hinaus auch wichtig, etwas an die Kirche zurückgeben und den eigenen Glauben durch das musikalische Engagement leben zu können: „Wir vertreten praktisch die evangelische Kirche nach außen“.